Therapeutische Indikationen
Das Tierarzneimittel wird bei der Zieltierart in folgenden Situationen angewendet: Dehydrationszustände und Hypovolämie. Mangel an Natrium (Hyponatriämie) und Chlorid (Hypochlorämie). Management der hypochlorämischen Alkalose. Vehikellösung für kompatible Medikamente. Äußerliche Anwendung zur Wundspülung und zur Befeuchtung von Kompressen.
Dosierung und Verabreichung
Intravenöse Verabreichung. Topische Anwendung zur Wundspülung und Befeuchtung von Kompressen. Dosierung und Dauer der Behandlung sollten unter Aufsicht eines Tierarztes an den spezifischen Flüssigkeits- und Elektrolytbedarf angepasst werden, um möglichen Nebenwirkungen aufgrund einer Überdosierung vorzubeugen. Bei chronischer Hyponatriämie sollten hohe Infusionsraten vermieden werden. Bei Unterkühlung des Tieres oder niedriger Umgebungstemperatur erfolgt die i.v. Flüssigkeiten müssen vor der Verabreichung erwärmt werden. Bei der intravenösen oder topischen Verabreichung müssen alle relevanten aseptischen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden.
Nur im Falle einer klaren Lösung, frei von sichtbaren Partikeln und mit intaktem Behälter verwenden.
Maximale Tagesdosis: Die Dosierung muss vom Tierarzt individuell an den klinischen Zustand des Tieres angepasst werden. Maximale Infusionsrate: Generell wird empfohlen, die Infusionsrate an den bestehenden Flüssigkeitsmangel anzupassen.
Bei hypovolämischem Schock sind höhere Infusionsraten erforderlich (Hund: bis zu 100 ml/kg KG/h; Katze: bis zu 60 ml/kg KG/h; Pferd, Rind, neugeborenes Kalb: 50 bis 80 ml/kg KG/h). Obwohl in der wissenschaftlichen Literatur keine spezifischen maximalen Infusionsraten für kleine Wiederkäuer und Schweine verfügbar sind, gibt es Hinweise darauf, dass die für Rinder geltenden Werte sicher angewendet werden können.
Bei einer langfristigen intravenösen Infusionstherapie sollten normalerweise 5-10 ml/kg KG/h nicht überschritten werden. In einigen Fällen kann es jedoch erforderlich sein, die Infusionsraten über diese Werte hinaus zu erhöhen. Während der schnellen intravenösen Verabreichung von Flüssigkeiten sollten die Tiere auf Anzeichen einer Flüssigkeitsüberladung (insbesondere Lungenödem) überwacht werden. Allgemeine Richtlinien zur Flüssigkeitsaufnahme: Die Dosierung von Infusionslösungen sollte stets an den bestehenden Flüssigkeitsbedarf des Tieres angepasst werden.
Das gesamte Defizitersatzvolumen ergibt sich aus der Höhe des Erhaltungsvolumens plus der Höhe des Defizitvolumens. Das Erhaltungsvolumen entspricht den normalen Flüssigkeitsverlusten durch Schweiß, Schwitzen, Urin und Kot, von denen die im Zwischenstoffwechsel entstehende Wassermenge abgezogen wird.
Unter normalen Bedingungen gelten die folgenden Empfehlungen für das Erhaltungsvolumen bei erwachsenen Tieren: Körpergewicht (kg): < 5. Volumenerhaltung (ml/kg KG/Tag): 80 bis 120 Körpergewicht (kg): 5 bis 20. Volumenerhaltung (ml/kg KG/Tag): 50 bis 80. Körpergewicht (kg): 20 bis 100.
Volumenerhaltung (ml/kg KG/Tag): von 30 bis 50. Körpergewicht (kg): > 100. Volumenerhaltung (ml/kg KG/Tag): von 10 bis 30. Ein bestehender Flüssigkeitsmangel aufgrund von Fieber, Durchfall, Blutung, Erbrechen oder einem absoluten und relativen Defizit an intravaskulärem Volumen muss je nach Dehydrierungsgrad durch eine zusätzliche Flüssigkeitsaufnahme ausgeglichen werden: Dehydrierungsgrad (% des Gew.): Mild (4 bis 6 %). Defizitvolumen (ml/kg KG/Tag): 40 bis 60. Dehydrierungsgrad (% des KG): Mäßig (6 bis 8 %). Defizitvolumen (ml/kg KG/Tag): 60 bis 80. Grad der Dehydrierung (% des KG): Schwer (> 8 %). Defizitvolumen (ml/kg KG/Tag): > 80 (bis zu 120).
Zielart
Vögel, Schweine, Hunde, Katzen, Geflügel, Kaninchen, Rinder, Nagetiere, Pferde, Bienen, Reptilien, Fische, Schafe und Ziegen