PHARMAKOTHERAPEUTISCHE KATEGORIE: zur Behandlung von erwachsenen Spul- und Bandwurmbefall bei Hunden
ZUSAMMENSETZUNG:
Wirkstoffe: Eine Tablette enthält: Praziquantel 50 mg, Pyrantelembonat 144 mg, Fenbendazol 200 mg.
Hilfsstoffe: Maisstärke, mikrokristalline Cellulose, Lactose-Monohydrat, Povidon, Natriumstärkeglykolat (Typ A), Talk, Magnesiumstearat, kolloidales wasserfreies Siliciumdioxid.
INDIKATIONEN:
Zur Behandlung des Befalls bei Hunden durch erwachsene Spulwürmer und Bandwürmer der folgenden Arten.
Spulwürmer: Toxocara canis, Toxascaris leonina (späte adulte und unreife Formen).
Hakenwürmer: Ancylostoma caninum, Uncinaria stenocephala (Erwachsene).
Trichiuriden: Trichuris vulpis (Erwachsene).
Plattwürmer: Dipylidium caninum, Taenia hydatigena, Taenia pisiformis (späte adulte und unreife Formen).
KONTRAINDIKATIONEN/NEBENWIRKUNGEN:
In seltenen Fällen kann es zu Appetitlosigkeit, Durchfall, Erbrechen und Müdigkeit oder einem vorübergehenden Anstieg des AST-Spiegels (Aspartataminotransferase) kommen. Nicht anwenden bei Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile. Nicht gleichzeitig mit anderen Pestiziden verwenden, die Piperazinderivate und/oder Phosphate enthalten.
DARREICHUNGSFORM: Tabletten
ANWENDUNG/ART DER ANWENDUNG:
Zur oralen Anwendung.
DOSIERUNG: Ausschließlich oral zu verabreichen. Die empfohlene Dosis beträgt 5 mg/kg Praziquantel, 14,4 mg/kg Pyrantelembonat und 20 mg/kg Fenbendazol (dies entspricht 1 Tablette/10 kg Körpergewicht). Für Routinebehandlungen reicht eine Einzeldosis aus. P
Um eine korrekte Dosierung zu gewährleisten, sollte das Körpergewicht möglichst genau bestimmt werden. Die richtige Dosierung muss von Ihrem Tierarzt ermittelt werden. Bei Diagnose einer Helminthiasis muss die Behandlung nach 14 Tagen wiederholt werden.
Art der Verabreichung:
Die Tablette kann direkt oral verabreicht oder nach dem Zerkleinern mit der Nahrung vermischt werden.
Während der Behandlung ist es nicht notwendig, das Tier nüchtern zu lassen. In Fällen, in denen ein alleiniger Befall mit Bandwürmern oder Nematoden bestätigt wird, sollte ein monovalentes Produkt verwendet werden, das ein Cestozid oder Nematozid enthält.
LAGERUNG: Bei einer Temperatur unter +25 °C, an einem trockenen, lichtgeschützten Ort lagern.
In der Originalverpackung aufbewahren. Entsorgen Sie die verbleibende Tablette und lagern Sie sie nicht mehr.
Legen Sie die halbierte Tablette zurück in die Verpackung.
WARNUNGEN:
Pyrantel sollte Hunden, die an Kachexie leiden, mit Vorsicht verabreicht werden.
Nach häufiger und wiederholter Anwendung eines Anthelminthikums dieser Klasse kann sich eine parasitäre Resistenz gegen eine bestimmte Klasse von Anthelminthika entwickeln.
Flöhe dienen als Zwischenwirte und Infektionsquellen für eine weit verbreitete Art von Plattwürmern, Dipylidium caninum.
Ein Plattwurmbefall kann erneut auftreten, wenn die Zwischenwirte und die Umgebung nicht gleichzeitig mit der Behandlung unter Kontrolle gehalten werden.
Es wird empfohlen, Hunde nach der Behandlung 24 Stunden lang einzusperren und den ausgeschiedenen Kot, der ganze Würmer, Segmente und Eier enthält, ordnungsgemäß zu entsorgen. Es wird empfohlen, die Umgebung, in der die Tiere leben, häufig zu reinigen und zu desinfizieren.
Bei geschwächten oder stark befallenen Tieren sollte das Produkt nur nach Risiko-Nutzen-Abwägung angewendet werden.
Eine Anwendung bei Tieren unter 6 Wochen ist möglicherweise nicht erforderlich.
Bei Infektionen mit Ancylostoma caninum oder Toxocara canis können Stuhlkontrolltests oder eine Behandlung mit einem nematiziden Produkt erforderlich sein. Besondere Vorsichtsmaßnahmen für diejenigen, die das Tierarzneimittel an Tiere verabreichen: Im Falle einer versehentlichen Einnahme wenden Sie sich sofort an einen Arzt und zeigen Sie ihm die Packungsbeilage oder das Etikett.
Personen mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Praziquantel, Pyrantelembonat oder Fenbendazol sollten den Kontakt mit dem Tierarzneimittel vermeiden. Waschen Sie Ihre Hände nach dem Gebrauch.
Halten Sie Kinder in den Tagen nach der Behandlung von Hunden fern.
Überdosierung:
In klinischen Studien zur Verträglichkeit an der Zieltierart waren die festgestellten klinischen, hämatologischen und biochemischen Parameter selbst nach fünfmaliger Verabreichung der richtigen Dosierung über einen Zeitraum von drei Tagen nicht signifikant.
Aufgrund seines breiten therapeutischen Spektrums kann es unter realen Anwendungsbedingungen nur sehr selten zu einer Überdosierung dieses Arzneimittels kommen. Treten aufgrund extremer Dosierung vermutete toxische Reaktionen auf, muss die ggf. einzuleitende Behandlung symptomatisch erfolgen.
ZIELART:
Hunde
WECHSELWIRKUNGEN: Nicht gleichzeitig mit Präparaten auf Piperazinbasis anwenden, da die anthelmintischen Wirkungen von Pyrantel und Piperazin antagonistisch sein können.
Ebenso nicht gleichzeitig mit organischen Phosphaten und Diethylcarbamazin verabreichen. Aufgrund des ähnlichen Wirkmechanismus und der ähnlichen toxikologischen Eigenschaften sollte dieses Anthelminthikum nicht gleichzeitig mit Morantel und Morantel-Kombinationen verwendet werden.
DIAGNOSE UND VERORDNUNG:
Tierarzneimittel ohne tierärztliche Verschreibung.
SCHWANGERSCHAFT UND STILLEN:
Die Sicherheit des Tierarzneimittels bei Hunden während der frühen Trächtigkeit ist nicht erwiesen. Nicht bei trächtigen Hündinnen während der ersten vier Schwangerschaftswochen anwenden.
Nach diesem Zeitraum und während der Laktation nur noch nach entsprechender Nutzen-Risiko-Bewertung durch den behandelnden Tierarzt anwenden. Bei Zuchthunden nur unter Beachtung der Nutzen-Risiko-Bewertung anwenden.